Die nachfolgenden Beispiele zeigen exemplarisch die Innovationskraft, die unsere Kompetenz in werkstofftechnischen Grundlagen bietet:
Kunststoff in der Cryotechnik 
| Wärmeleitfähigkeit, Ausdehnungskoeffizient, Steifigkeit und Festigkeit werden bei Kunststoffen durch den Freiraum für die Bewegungen der linearen Molekülketten beeinflusst. Die Messung mechanischer und elektrischer Dämpfungsspektren gibt Aufschluss, wie dieser Freiraum durch Abkühlung eingeengt wird und die Flexibilität schon auf molekularer Ebene abnimmt. Untersuchungen zeigen, dass sich die mechanischen Eigenschaften unterhalb der Temperatur des flüssigen Stickstoffs (-196°C) kaum noch ändern. In diesem Temperaturbereich muss daher auf Füllstoffe oder Fasern zurückgegriffen werden, um die Eigenschaften von Kunststoffen gezielt den Anforderungen anzupassen. |
Werkstoffe im Brandschutz 
| Unter Brandschutzgesichtspunkten kommt der Auswahl geeigneter Werkstoffe eine große Bedeutung zu. Erst die Kenntnis der Brandeigenschaften der verwendeten Werkstoffe macht die Konstruktion eines Bauteiles oder Gebäudes unter Brandschutzgesichtspunkten sicher. Obwohl in einem stetigen Umsatzwachstum begriffen, erweisen sich Kunststoffe bei erhöhten Temperaturen und unter Brandverhältnissen als kritisch. Die hier hinterlegte Übersichtstabelle erlaubt eine Vorauswahl anhand der thermischen Eigenschaften repräsentativer Kunststofftypen. |
Risszähe Keramik 
| Keramiken bestehen aus gesinterten Körnern, deren Größenverteilung durch Wärmebehandlung verändert werden können. Mit einer speziellen Zugbelastungs-Einrichtung wurden in transparentem Zirkonoxid unter Mode-I-Zugbelastung Risse stabil ausgebreitet und dabei nachgewiesen, dass diese Risse sich an den Korngrenzen verzweigen. Die dann für die weitere Ausbreitung zusätzlich benötigte Energie ist von der Korngrößenverteilung abhängig und führt zu einem Anstieg des Risswiderstandes um 75%. Somit ist die Korngrößenverteilung der Rohstoffe in Kombination mit der Temperaturführung beim Sintern für eine Zähigkeitssteigerung spröder Keramiken einzusetzen. |
Kohlenstoff für Bremsen 
| Beständigkeit bei hohen Temperaturen, Abriebfestigkeit und eine gute thermische Leitfähigkeit eröffnen Kohlenstoffen und verwandten Keramiken in Verstärkung mit Kohlenstofffasern (CFC) u.a. Anwendung in Bremsenelementen. Die Festigkeit wird dabei zwar vorwiegend durch Fasergehalt und Ausrichtung zur Belastung bestimmt, jedoch leiten Abkühlungsrisse ein frühes Versagen der Kohlenstoffmatrix und darauf folgend des Gesamtverbundes ein. Die Auswahl geeigneter Rohstoffe und ein optimierter Sinterprozess vermindern die Bildung von Mikrorissen und erhöhen die Zwischenfaserfestigkeiten. |
GFK zur Isolation 
| Die Isolation von Funktionsbaugruppen der Elektrotechnik in Außenanwendung benötigt witterungsbeständige, flammwidrige und kälteschlagzähe Werkstoffe. Für die rationelle Herstellung solcher Außengehäuse eignet sich die Verarbeitung von glasfaserverstärkten Polyestern im Pressverfahren. Die flächigen Module werden durch Einpressen von vorgefertigten Metallinserts zu Schutzgehäusen unterschiedlicher Größen am Installationsort zusammengesetzt und reduzieren so Lager- und Transportkosten. Elektrotechnische Zeitschrift etz, VDE, Heft 19/2000, S. 36, S. 37, S. 38, S. 39 |
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